Als Alleinerziehende ist man ständig gestresst, hat nie Zeit für sich und überhaupt ist das alles nur schwierig und blöd!

Wer kennt das nicht? Also ich kenne es zur Genüge und habe mich (weil ich so brav bin) vollkommen davon einlullen lassen. Warum das jetzt nicht mehr so ist, kannst du hier lesen. Im Alltag bedeutet das: schlechte Laune. Und zwar den ganzen Tag. Schon beim Aufstehen bist du genervt weil du zu wenig Schlaf hattest. Oder weil du arbeiten gehen musst. Oder weil dein Kind in der Früh schon nervt und du völlig ausgelaugt bist. Oder oder oder.

Ich versteh dich wirklich gut, so habe ich jahrelang jeden Tag verbracht. Aber Hilfe naht! Du musst nicht so leben! Und auch wenn mir schon vorgeworfen wurde, vollkommen realitätsfremd zu sein:

Da draußen wartet ein ganz wunderbares Leben auf dich!

Alles was du tun musst, ist es dir zu nehmen. Wirklich so einfach? Ja, wirklich so einfach, versprochen.

Und wie machst du das nun? Schließlich hast du als Alleinerziehende schon genug um die Ohren… Ganz einfach, du gehst dem neuen-tollen-super-Leben Schritt für Schritt entgegen, jeden Tag ein kleines Stückchen. Und ehe du es dich versiehst, bist du mitten drin und kannst gar nicht mehr zurück in den deprimierenden Abklatsch deines Quasi-Lebens. Ich bin fest davon überzeugt, dass, wenn wir den einen Tag, den wir gerade Leben, zum besten Tag unseres Lebens machen, kann unser Leben nur wunderbar, einzigartig und absolut atemberaubend sein.

Aber erstmal müssen wir dich aus diesem deprimieren Ablauf von sich wiederholender Routine rausholen und dich wieder bereit für Spaß und Freude machen. Bereit? Dann geht’s jetzt endlich los:

Aufstehen:

Schon mal probiert nicht im Halbschlaf mit angespanntem Kiefer aus dem Bett zu fallen, mit geschlossenen Augen in die Küche zu schlurfen und dann alle Hoffnung in den guten alten Kaffee zu stecken (Der Kaffee wird’s schon richten!). Nein? Na, dann wird’s aber Zeit.

Stell deinen Wecker 15 Minuten eher

setz dich kurz hin und überlege dir erstmal wofür du am heutigen Tag dankbar bist. Beispiel: Ich bin heute dankbar für meine tollen Kinder, für meine fürsorglichen Freunde, für meinen netten Chef oder für den Hund, weil er nicht sprechen und mich noch mehr nerven kann. Danach machst du dir das beste Gute-Laune-Lied, das du kennst, an (I feel good, Jump around, Blurred lines, etc.), schwingst deinen grandiosen Hintern voller Elan aus dem Bett und tanzt erstmal ne Runde durch die Wohnung. Du weckst damit die Kinder auf? Gut! Zusammen tanzt sich’s gleich noch viel besser. Wenn du mutig bist holst du dann zur Abwechslung mal das schicke Kleid statt der abgetragenen Jeans aus dem Schrank und brezelst dich richtig auf. Vielleicht legst du den leicht nuttigen Lippenstift auf, ziehst die viel zu hohen Schuhe an oder vergisst für einen Tag deine Diät und isst zum Frühstück ein Stück Sahnetorte.

Der Tag:

Egal, was du heute tust, was du erledigen musst oder welche Aufgaben vor dir liegen: Tu es heute mit Gelassenheit. Ein einziger Tag Gelassenheit ist durchaus zu schaffen, am nächsten kannst du wieder wütend vor dich hin grummeln und die Welt verfluchen. Also, wenn deinem heutigen Ablauf irgendetwas in die Quere kommt, dich ärgert oder stresst, halte kurz inne, atme aus und sage „Ok“.

Ok

Ok steht für „Scheiß drauf“, „F##k dich“ oder „Ihr könnt mich alle mal“. Ok ist super. Ok ist unser Freund. Ok richtet zwar den Schaden nicht, aber das Wut auch nicht. Ok?

Einschlafritual

Ok, als Alleinerziehende brauchst du nicht wirklich ein Einschlafritual weil du sowieso zu jeder Tageszeit im Stehen einschlafen könntest. Was du aber brauchst, ist ein Tagesabschluss. Irgendetwas, das dein Gedankenkarussell anhält und dich zurück ins Hier und Jetzt bringt. Du kannst dieses Ritual auch mittags oder morgens oder fünfmal am Tag durchführen. Ich mag es nur am liebsten abends zum Einschlafen weil es für mich den Tag beendet.

Und so geht’s: Du denkst an deinen Tag und suchst dir eine Sache, für die du dankbar bist (z. B. dein Kind). Danach denkst du an eine Sache, die so perfekt und wunderbar war, dass sie deinen kompletten Tag besser gemacht hat (z. B. dass deine Kompetenz in der Arbeit anerkannt wurde). Und dann denkst du noch an eine Sache, die dir nicht so gut gefallen hat und wie du sie am nächsten Tag verbessern könntest, damit du zufrieden bist (z. B. dass du einen Wutanfall bekommen hast, statt gelassen zu bleiben). Und weil du gerade sowieso dabei bist denkst du noch an drei Sachen, die du am nächsten Tag erleben/erreichen willst (z. B. Lob vom Chef, einen Ausflug, eine Überraschung… Sei kreativ, hier gibt’s wirklich keine Grenzen).

Wenn du‘s probiert hast, schreib mir! Ich freue mich, von dir zu hören. Oder komm in unsere Gruppe und tausch dich mit anderen aus!

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