Verantwortung für das eigene Leben und somit auch die eigenen Entscheidungen zu übernehmen, fällt den meisten Menschen auch im Erwachsenenalter nach wie vor schwer. Wir sind so darauf konditioniert zu jammern und jemand anderen oder den Umständen die Schuld an unserem „Versagen“ zu geben, dass wir die wichtigste Person dabei gerne vergessen: Uns selbst.

Ich habe es bereits im letzten Kapitel gesagt, aber ich sage es gerne nochmal: Sobald du erwachsen bist, hast du zu 100 % Die Verantwortung für dein Leben. Das beinhaltet auch deine Gefühle, Gedanken und Entscheidungen.

Was die meisten Menschen nun aber tun, ist, ihre Verantwortung für das Leben an andere abzugeben. An ihre Eltern, an die Umstände, den Chef oder das Leben an sich.

Die meisten Menschen folgen keinem Ziel, sondern reagieren lediglich auf die Umstände in ihrem Leben. Aber dadurch kannst du nur deine Vergangenheit wiederholen und selten etwas Neues erleben. Wenn du dein Leben ändern willst, brauchst du aber genau diese neuen Erfahrungen, um aus deinem alten Trott auszusteigen.

In dem Moment, indem du die volle Verantwortung für dein Leben übernimmst, passiert etwas Großartiges, etwas, nach dem jeder von uns strebt: Du wirst frei.

Vollkommen und absolut frei. Wenn du die volle Verantwortung für dein Leben trägst, gibt es niemanden mehr, dem du ausgeliefert bist. Es gibt keine Wenns und Abers mehr, es gibt nur noch Freiheit. Wenn du Verantwortung für dein Leben übernimmst, stehst du vielleicht für eine kurze Zeitspanne vor einem Scherbenhaufen, aber danach folgt das, was du dir schon immer gewünscht hast, nämlich das Leben deiner Träume.

Sobald du aufhörst, andere für deine Probleme und die Umstände für dein Leben verantwortlich zu machen, erhältst du die Kontrolle über dein Leben zurück und kannst damit tun und lassen, was immer du willst. Du kannst in einem Baumhaus leben, selbstgemachten Schmuck am Strand verkaufen oder ein hungriger Geschäftsmann sein, der immer auf der Suche nach mehr ist. Was du letztlich wählst, ist vollkommen egal und absolut dir überlassen. Wichtig ist, dass du begreifst, dass du den Schlüssel zu dem Leben deiner Träume in der Hand hältst. Nur du. Du kannst zu jederzeit in deinem Leben die Kontrolle zurückerlangen und die Zügel in die Hand nehmen. Du hast IMMER IMMER IMMER die Möglichkeit, dein Leben zu ändern und es so zu gestalten, wie du möchtest. Du musst dich nur trauen und endlich der Kapitän auf deinem eigenen Schiff werden.

Und bevor du jetzt wieder in die selbstgestellte Falle aus „Aber ich kann nicht weil…“ tappst, sei für einen Moment wirklich ehrlich zu dir selbst. Kannst du wirklich nicht oder hast du einfach nur Angst?

Angst zu haben ist vollkommen okay, aber es sollte dich niemals davon abhalten, die Dinge zu tun, die dir wichtig sind.

Wenn du in deinem Leben vorankommen willst, musst du den alten Ballast über Bord werfen, die Segel aufzuziehen und endlich dein Schiff aus dem Hafen lenken. Du kannst schimpfen, fluchen und schreien, weinen und dich in einer Ecke verkriechen, aber wenn es dein Wunsch ist, dein Schiff zu einer bestimmten Insel zu lenken, musst du irgendwann aus deiner Deckung heraustreten und dich ans Steuer wagen. Es gibt nämlich keinen anderen Kapitän auf deinem Schiff, nur dich.

Das mag im ersten Moment erst einmal furchteinflößend klingen, aber sobald du den Mut hast Kapitän auf deinem eigenen Schiff zu sein, kannst du es aus jedem Sturm herauslenken, in die Karibik segeln und die Richtung selbst bestimmen. Wohin ist vollkommen egal, wichtig ist, dass du deine Verantwortung nimmst und endlich selbst über dein Leben bestimmst.

Als ich angefangen habe, für mich Verantwortung zu übernehmen, wusste ich erstmal nicht so recht, wo ich überhaupt anfangen sollte. Ich war der festen Überzeugung, bereits der Kapitän auf meinem eigenen Schiff zu sein. Aber, Überraschung, ich war es nicht. Ich war so gefangen in „Aber“ „Wenn“ und „Ich kann nicht“, das mein Leben eigentlich nur daraus bestand, mich für einen neuen Sturm zu rüsten. Ich kam mir oft vor wie ein Blatt im Wind, das hilflos hin- und hergetrieben wird und keinerlei Kontrolle über das eigene Leben hat. Ich fühlte mich ausgeliefert und schutzlos und das war ich auch. Es war mir wichtig, was andere von mir dachten, auch wenn ich das nie zugegeben hätte. Ich hatte jeden Tag Angst davor, dass alles über mir zusammenbrechen würde und gleichzeitig war unfähig, etwas in meinem Leben zu verändern.

Als ich endlich anfing, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, war es allerhöchste Eisenbahn, fünf vor Zwölf, die letzte Ausfahrt. Ich hatte schreckliche Angst vor der Zukunft, ich fühlte mich machtlos und ich hatte kein Ziel im Leben. Wofür auch? Nichts, absolut nichts schien in meiner Macht zu liegen.

Heute weiß ich, dass niemand außer mir Schuld daran hat, wenn ich zu wenig Geld verdiene. Wenn meine Beziehung schlecht läuft, liegt es in meiner Verantwortung die Dinge zu ändern, die mir nicht gefallen oder zu gehen. Ich weiß, dass nur ich mich glücklich und zufrieden machen und meinem Leben einen Sinn geben kann. Niemand sonst hat diese Macht über mich und niemand sonst kann bestimmen, wohin mich mein Leben noch führen wird.

Als ich begonnen habe, Verantwortung für mich zu übernehmen, hatte ich Angst vor dem, was mein Leben über mich aussagen könnte. Alleinerziehend, chronisch pleite und immer irgendwie ein wenig auf der Verliererspur. Ich meine, wenn ich mich in diese Misere gebracht hatte, wie sollte ich mich wieder herausholen? Schließlich hatte ich bisher doch auch nichts zustande gebracht. Aber als ich aufhörte mit den Ausreden und Ausflüchten, entwickelten sich die Dinge ganz von alleine. Ich machte mir das erste Mal in meinem Leben wirklich Gedanken, was ich wollte und wie ich leben wollte. Ohne, dass andere meine Pläne gut finden mussten. Ich war das erste Mal in meinem Leben mutig genug, meinem Herzen zu folgen und genau das zu tun, was ich schon immer tun wollte. Ich war frei, wirklich ehrlich und absolut frei.

Verantwortung klingt für die meisten von uns wie eine schwere Bürde, eine Last. Sobald du aber begriffen hast, dass es der Schlüssel zu deiner Freiheit und zu einem selbstbestimmten Leben ist, kannst du gar nicht mehr anders, als dir die Macht über dein Leben wieder zurück zu holen.

Los geht’s mit dem riesen Spaß!

Nachfolgend findest du ein paar einfache Fragen, die dir erst einmal verdeutlichen sollen, in welchen Bereichen du deine Verantwortung abgibst und an wen. Wenn dir erst einmal bewusst wird, wo, warum und an wen du deine Verantwortung abgibst, kannst du dieses Verhalten auch ändern.

Druck dir am besten die Fragen an deinem Computer so oft aus, wie du sie brauchst und beantworte die Fragen auf jeden Fall schriftlich! Sei absolut ehrlich und nimm dir Zeit für die Beantwortung.

Wenn du alle Fragen beantwortet hast, schau dir deine Antworten noch einmal genau an. Kannst du ein wiederkehrendes Muster erkennen? Gibt es eine Person in deinem Leben, an die du die volle Verantwortung abgibst? Erkennst du bestimmte Verhaltensweisen in deinen Mustern?

Je ehrlicher du die Fragen beantwortest und je mehr Zeit du dir dafür lässt, desto klarer wird die Analyse für dich ausfallen.

 

Ich gebe meine Verantwortung ab an …………………………………………………………………………………..

 

In welchen Bereichen gibst du deine Verantwortung an diese Person ab? ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

 

Was gewinnst du, wenn du deine Verantwortung an diese Person abgibst? (z.B. Mitleid von anderen, Anerkennung etc.) ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

 

Was verlierst du, wenn deine Verantwortung an diese Person abgibst? (z.B. Glaubwürdigkeit, Kontrolle, Selbstbestimmtheit) ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

 

Wovor hast du Angst und was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn du in diesem Bereich deine Verantwortung annimmst? ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

 

Wie könnte dein Leben aussehen, wenn du die volle Verantwortung in diesem Bereich selbst trägst? ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

 

 

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