Wer mich und meine Arbeit kennt, weiß, dass ich es mir auf die Fahne geschrieben habe, widerlich grauenhaft glücklich zu werden und das Leben dabei an seinen Hörnern zu packen. Ich bin absolut und vollkommen bereit, mich auf die Höhen und Tiefen des Lebens einzulassen und dabei auch mal auf die Nase zu fallen.

Wenn irgendwann der letzte Tag in meinem Leben anbricht, möchte ich voller Stolz und Freude auf meine Lebensjahre zurückblicken und keine Minute bereuen. Aber weil wir alle nur Menschen sind und wir im Alltagsgeschehen unsere Wünsche und Träume gerne begraben, aufgeben oder als unrealistisch abtun, habe ich nicht nur ein neues Experiment gestartet, sondern diesmal auch ein Buch darüber geschrieben.

Ich will, dass die Menschen es lesen und sich genauso ins Glück stürzen, wie ich. Und weil ich heute einen super Morgen hatte, bekommst du gleich mal einen Auszug aus meinem neuen Buch:


Nachdem ich „The Magic“ von Rhonda Byrne gelesen habe, war es bereits um mich geschehen und ich war süchtig nach täglichen Ritualen, die das Leben ändern können. Als dann noch „E²“ von Pam Grout dazu kam, konnte ich nicht mehr aufhören, anders über mich und meine Realität zu denken. Der Gedanke, dass ein paar simple neue Angewohnheiten Einfluss auf mein Leben haben können, ließ mich nicht mehr los. Ich begann Wünsche an das Universum abzusenden wenn ich etwas brauchte und wartete gespannt darauf, was passieren würde.

Was soll ich sagen? Mal klappte es, mal nicht. Kleine Dinge wie einen kostenlosen Kaffee, einen Parkplatz oder ein Feierabendbier klappten problemlos. Aber sobald es um größere Dinge ging, hatte ich keinen Erfolg.

Ich begann mich zu ärgern, hauptsächlich über mich selbst.

Was stimmte nicht mit mir, dass ich mir nicht einmal richtig etwas wünschen konnte?

Natürlich stimmte alles mit mir, nur meine Einstellung zu Erfolg und Wert war falsch. Meine tiefe Überzeugung war, dass ich wertlos war und keinen Erfolg verdiente. Das spiegelte sich auch in meiner Arbeit wieder. Ich war gut in dem, was ich tat, trotzdem erhielt ich immer nur die Jobs, die schlecht bezahlt waren. Die meisten meiner Kollegen fanden Stück für Stück tolle Aufträge und gute Auftraggeber. Nur ich blieb zurück und verdiente monatelang so gut wie gar nichts. Mein Bankkonto war plötzlich komplett leer, Rücklagen hatte ich nicht mehr und das alles auch noch als alleinerziehende Mami.

Mein Umfeld war entsetzt über mich, weil ich mich standhaft weigerte, einen Angestelltenjob in Erwägung zu ziehen. Gott sei Dank blieb ich stur und hörte auf mein Gefühl. Das Gefühl, wenn ich nur endlich meiner Bestimmung folgen würde, würde alles gut gehen. Ganz ohne Stress, Angst und Panik.

Was aber war richtig für mich? Was war meine Bestimmung? Ich wusste es nicht bzw. traute ich mich nicht, es zu wissen. Ich verdrängte meine Wünsche, weil ich dachte, damit könnte man niemals Erfolg haben. Zumindest ich nicht. Ich präsentierte mir und meinem Umfeld eine Variante meiner Wünsche, von der ich dachte, dass sie besser akzeptiert werden würde.

Was ich damals wusste war, dass ich weiterhin als Freiberufler arbeiten und nicht zurück in eine Festanstellung wollte. Ich wollte schreiben, ich wollte malen, ich wollte frei sein. Ich war glücklich in meinem Leben, das erste Mal überhaupt. Mein einziges Problem waren meine Finanzen.

Natürlich ging pünktlich zu dieser Krise mein Auto kaputt, unser Hund starb und meine Mutter eröffnete mir, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hatte.

Als ich über mein Leben und das Leben generell nachdachte, fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: Meine Finanzen waren nicht das Problem, es war meine Einstellung zu Geld und Erfolg, die mir im Weg stand. Ich hatte immer davon geträumt, einmal keine Geldprobleme zu haben, ein Haus zu besitzen, Reisen zu können und nicht schon durch den Kauf neuer Kleidung in ein tiefes Minus auf meinem Bankkonto gerissen zu werden. Das Problem war lediglich, dass ich Geld einem falschen Wert gab. Es war lediglich Energie, die aus Papieren und Scheinen bestand. Trotzdem war ich immer überzeugt davon, Geld, Erfolg und Liebe nicht zu verdienen. Diese Sachen waren für andere Menschen, aber nicht für mich. Nachdem ich das begriffen habe, war es ein leichtes, meine „Probleme“ aufzulösen und endlich voran zu kommen.

Also setzte ich mich hin und schrieb alles auf, was ich wollte. Ich schrieb auf, welche Jobs ich machen wollte und welche nicht. Ich schrieb auf, wieviel ich monatlich verdienen wollte. Ich schrieb auf, wo ich leben wollte und ich schrieb auf, dass ich ein neues Auto wollte. Ich war absolut ehrlich und ich hörte auf, mich für meine Wünsche zu schämen. Ich drehte Musik auf, tanzte durchs Zimmer und feierte meine Erkenntnis mit einem großen Glas Wein.

Ich wusste, dass die einzige Schwierigkeit darin bestand, mich täglich an meine neue Erkenntnis zu erinnern.

Deswegen startete ich mein eigenes Experiment, mit dem Ziel, am Ende glücklich, erfüllt, erfolgreich und finanziell abgesichert zu sein. Ich verbot mir, an meinem neuen Ziel zu zweifeln oder auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass meine Rechnung nicht aufgehen könnte. Ich ging einfach meinen neuen Weg Schritt für Schritt voran und es kamen neue und spannende Herausforderungen auf mich zu, von denen ich im Leben nie geträumt hätte. Manchmal tat ich so, als wäre ich bereits am Ziel angekommen und hätte schon alles, was ich mir wünschte.

Aber beginnen wir am Anfang:

Nachdem ich meine Wünsche feinsäuberlich aufgeschrieben und in meinem Kopf sortiert hatte, pickte ich mir einen Wunsch heraus, den ich mir zuerst vornehme wollte. Natürlich waren es die Finanzen. Auf meinem Bankkonto waren noch 500 €, mehr hatte ich nicht mehr. Also setzte ich mich hin, dankte dem Leben und dem Universum und bestellte mir ein regelmäßiges Einkommen in Höhe von 2500 € netto. Das erschien mir genug um gut zu leben, außerdem war es fast doppelt so viel wie mein bisheriger Verdienst. Als Deadline setzte ich mir zwei Wochen, da ich dann Geld für Miete, Kindergarten und Essen brauchte. Selbstverständlich kam alles ganz anders…

Ich glaube daran, dass das, was man gibt, sich vermehrt. Ich wollte mehr Geld, also ging ich los und wurde großzügig. Ich verschenkte alte Kindersachen, überraschte eine andere alleinerziehende Mutter mit einem Schlitten, den ich noch im Keller stehen hatte, kutschierte meine fußkranke Nachbarin durch die Gegend, kaufte mir und dem Goldlöckchen ein hübsches Sommerkleid oder lud Freunde zum Kaffee, zum Essen oder auf einen Wein ein. Ich schenkte und gab Geld aus, obwohl ich selbst nichts hatte. Ich hörte auf mein Kleingeld in einem großen Topf zu sammeln und verteilte es lieber morgens zusammen mit meiner Tochter auf der Straße. Wo immer wir einen guten Platz fanden, legten wir die Münzen hin und freuten uns für diejenigen, die das Glück hatten, sie zu finden. Ich ließ mir kein Wechselgeld mehr rausgeben und sagte ständig „stimmt so“. Außerdem freute ich mich überschwänglich wenn ich selbst eine Münze fand. Ich führte einen Freudentanz auf und feierte mit einem Eis. Die ganze Zeit über weigerte ich mich, weiter panisch nach Jobs Ausschau zu halten und wie eine Verrückte Portfolios rauszuschicken. Einzig auf zwei Gesuche antwortete ich.

Die ersten Reaktionen des Universums ließen nicht lange auf sich warten:

Gleich am ersten Tag meines Experiments klingelte es plötzlich an der Tür. Vor mir stand einer meiner Nachbarn mit einer großen Tüte Semmeln und einem Kuchen. Er lachte und fragte, ob ich etwas zu essen brauchte. Drei Tage später fand ich 50 € und Pralinen in meinem Briefkasten. Meine Mutter drückte mir bei einem Besuch wortlos 300 € in die Hand und sagte „Kauf dir etwas Schönes!“. Ein ehemaliger Kunde meldete sich plötzlich wieder und wollte drei Artikel von mir geschrieben haben. Eine Kollegin rief mich an und fragte, ob ich einen bezahlten Gastartikel schreiben wollte. Der Artikel brachte mir nicht nur ein wenig Geld, sondern auch neue Facebook-Fans und Newsletter-Abonnenten. Eine andere Kollegin nominierte mich für einen Blogger-Award und lud mich für ein Wochenende in ihr Haus ein um eine mögliche Zusammenarbeit zu besprechen. Ich erhielt drei Anfragen für Kooperationen für meinen Blog und ich hatte davor noch nie irgendwelche Anfragen erhalten. Ich machte ein Interview für einen Podcast und wurde von einer anderen Bloggerin für ein Interview eingeladen. Plötzlich war jeder Tag voller Geschenke, Aufmerksamkeiten und neuer Möglichkeiten. Ich freute mich wahnsinnig und trotzdem war ich ein wenig enttäuscht. Schließlich wollte ich ein monatliches Einkommen. Ich hielt ein ernstes Gespräch mit dem Universum und erinnerte nochmals an meinen eigentlichen Wunsch. Danach fühlte ich mich besser und war wieder zuversichtlich. Es würde schon alles gut gehen. Ich war mir plötzlich so sicher, dass ich dem Leben vertrauen konnte und es mich nicht im Stich lassen würde.

Als ich meine Unterlagen sortierte, fiel mir eine alte Jahresabrechnung einer Lebensversicherung in die Hände, die meine Mutter vor Jahren für mich abgeschlossen hatte und die ich schon vergessen hatte. Ich hatte keine Verwendung für sie und rief an, um zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen und den Betrag zu erfragen. Dreimal dürft ihr raten, wieviel sie wert war. Genau! Ca. 2500 €. Ich musste so lachen, dass mich die Angestellte der Versicherung fragte, ob alles in Ordnung sei. Ich bedankte mich und wollte den restlichen Tag genießen, aber mein Telefon stand nicht mehr still. Ich erhielt zwei Anfragen von potenziellen Kunden. Jedes belief sich über 2500 € monatlich und alle wünschten sich eine langfristige Zusammenarbeit. Den Auftrag, für den ich mich selbst beworben hatte, bekam ich auch. Außerdem bot mir die Auftraggeberin an, bei ihr als gleichgestellte Partnerin einzusteigen.

Meine beste Freundin meldete sich überraschend und fragte mich, ob ich für ihren Chef die Buchhaltung erledigen will (Ich habe keine Ahnung von Buchhaltung und das wusste er). Er bot mir 2500 € netto monatlich an.

Und weil das noch nicht genug war, rief mich einige Tage später der Freund meiner Mutter an und verkündete, dass er ein passendes neues Auto für mich gefunden hatte. Es war günstig und er und meine Mutter würden den Kaufpreis übernehmen. Ich war vollkommen baff. Der Autohändler war auf Mazdas spezialisiert und machte mir für meinen alten und komplett verrosteten Mazda (den ich eigentlich verschrotten lassen sollte) einen guten Preis.

Ich hatte in dieser Zeit so viel Spaß, dass ich beschloss, dieses Verhalten beizubehalten. Letztlich hatte sich nicht so vieles geändert. Ich begann nur Stück für Stück, meine Erfolge als Erfolge wahrzunehmen und gleichzeitig der Welt etwas zurückzugeben. Ich begann, mich zu engagieren und Gutes zu tun. Ich spendete jeden Monat, ich übernahm ehrenamtlich das Social-Media-Marketing für einen Gnadenhof in Marokko und ich ging nicht mehr wortlos an den Müllbergen vorbei, die Jugendliche in unserer Nachbarschaft hinterlassen hatten. Ich nahm mir Zeit und räumte den Müll beiseite.

Als meine Mutter schließlich verstarb, überkam mich erstmal ein grauenhaftes Gefühl der Einsamkeit. Ich war so sicher, dass ich nun allein war. Der Kontakt zu meinem Bruder und dem Mann meiner Mutter war eher sporadisch und wir sahen uns kaum. Doch auch hier geschah etwas Wunderbares: Wir wurden wieder eine Familie. Wir trafen uns regelmäßig, unternahmen etwas und hielten plötzlich wieder zusammen.

Meine Nachbarn wurden Stück für Stück zu meinen Freunden und gaben mir Halt. Ich war nicht allein. Ich war umgeben von Menschen, die es gut mit mir meinten.

In der Zeit meines Experimentes lernte ich, dass man sein Glück in die Hand nehmen kann.

Und wenn man erst einmal angefangen hast, ist es unmöglich, damit wieder aufzuhören.

Es fühlt sich gut an, der Welt etwas zu geben und selbst etwas zu erhalten. Wenn du aufhörst, jeden Tag darauf zu warten, dass das Glück bei dir klingelt und es sich bei dir bequem macht und stattdessen losgehst und selbst Glück verteilst, ziehst du automatisch mehr Glück an. Du ziehst mehr Erfolg an, mehr Geld und mehr Liebe und es diese Eigenschaften werden Teil deines Lebens.

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