In letzter Zeit werde ich immer öfter von Müttern gefragt, wie ich es schaffe, mein Leben zu organisieren und Arbeit und Kind unter einen Hut zubekomme. Auch die Abwesenheit von einem Mann in meinem Leben bereitet Vielen offensichtliches Kopfzerbrechen und wirft die ständige Frage „Wie kriegst du das alles hin?“ auf.

Nachdem mich dieses Interesse erst einmal überrascht hat, habe ich mich hingesetzt und euch 5 Tipps aufgeschrieben, die mir jeden Tag helfen. 5 kleine Dinge, die mein Leben als Alleinerziehende einfach und schön, statt gestresst und panisch machen.

Strukturiere deinen Tag

Dieser Tipp klingt für die meisten erst mal viel zu simpel. Und doch rate ich dir, deinem Tage eine gute Struktur zu verpassen und dich einigermaßen daran zu halten. Du und dein Kind erhaltet somit einen festen und sicheren Rahmen, in dem ihr euch bewegen könnt. Außerdem verschwimmen die Tage so nicht in einem endlosen Wust aus Verpflichtungen, Stress und Langeweile, sondern richten sich mehr nach euren Bedürfnissen. Feste Essens- und Schlafenszeiten, eine geplante Qualitätszeit und Zeit, die ihr euch jeden Tag für etwas Schönes nehmt, machen nicht nur dein Kind ruhiger und ausgeglichener, sondern auch dich.

Zeit für dich

Wenn du es schaffst, euren Tag gut zu strukturieren, kommt hier gleich ein weiterer positiver Nebeneffekt: Zeit für dich. Wenn eure Tage immer in etwa den selben Ablauf haben, hast du auch plötzlich wieder Zeit für dich. Selbst wenn dein Kind gerade zahnt, dich 10 Mal nachts aus dem Schlaf reißt oder gerade in der Trotzphase ist, sobald euer Tag einen festen Ablauf hat, wird es irgendwann schlafen und genau dieser Zeitpunkt ist deine Chance, endlich ein wenig Zeit für dich zu haben. Tu dir selbst einen Gefallen und fange nicht an, die Küche zu putzen, den Boden zu wischen oder aufzuräumen. Setz dich auf die Couch, kuck dir einen Film an, geh in die Badewanne, ließ ein schönes Buch oder telefonier mit deiner Freundin. Egal was es ist, gönn dir etwas, das nur für dich ist.

Perfektionismus adé

Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Keine Mutter muss perfekt sein. Es ist vollkommen egal, ob du heute keinen Bio-Gemüse-Pastinaken-Süßkartoffel-Brei aus eigener Herstellung serviert und stattdessen einen einfachen Kartoffelbrei gekocht hast. Es ist nicht schlimm, wenn dir heute mal alle Sicherungen durchgebrannt sind und du wütend auf dein Kind geworden bist. Es ist egal, ob dein Sprössling den ganzen Tag mit einem Fleck auf dem T-Shirt herumrumgerannt ist, die Wohnung aussieht, als wären 10 Kinder zu Besuch gewesen oder du dein Sportprogramm mal wieder verschoben hast. Es ist egal. Punkt. Es kommen auch wieder andere Tage, an denen glänzt deine Wohnung, du passt wieder in die alten Jeans und bist lieb und geduldig mit deinen Kindern. Du musst nicht jeden Tag perfekt sein! Falls du mehr über dieses Thema erfahren willst, kuck hier.

Sei ein Mensch

Wir Frauen haben ja oft das Problem, dass wir denken, wir dürften keine Menschen mehr sein, sobald wir Mutter geworden sind. Vor allen Dingen als Alleinerziehende hast du zusätzlich noch mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen, weil du deine Kinder vor Erschöpfung vielleicht mal anschreist oder unfair reagierst. Schließlich hast du niemanden, der mal einspringen kann, wenn dir alles zu viel wird. Mein Tipp für dich: horche genau in dich rein und spüre deine Bedürfnisse wieder besser. Selbst als Mutter hast du Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Und ja, manche auch noch vor den Bedürfnissen deiner Kinder. Wenn du müde bist, weil du den ganzen Tag gearbeitet hast und deine Kinder das 30ste mal Memory spielen, danach noch einen Kakao und Verstecken spielen wollen, sag doch einfach mal nein.

Meist spüren wir die Wut, die eigentlich nichts anderes als Erschöpfung ist, schon früh in uns hochkriechen, lange bevor wir sie rauslassen. Wenn du also wieder mal merkst, dass dir alles zu viel wird, gönn dir eine Pause. Mache deinen Kindern für 30 Minuten einen Film an und sei in dieser Zeit nur für dich. Tu, was dir gut tut und erkenne dein Bedürfnis nach Ruhe an, statt dir Vorwürfe zu machen, dass du deine Kinder vor dem Fernseher geparkt hast. Ein bisschen Fernsehen schadet ihnen nicht, ganz im Gegenteil. Denke immer daran: Du bist das Vorbild deiner Kinder. Wenn du nicht zu deinen Gefühlen und Bedürfnissen stehst, wie sollen deine Kinder diesen wichtigen Aspekt für sich selbst lernen?

Sei albern

Nimm dir ein Beispiel an deinen Kindern und sei mindestens einmal pro Tag albern. Vergiss für einen Moment deine Sorgen, deine Probleme und deinen Stress und sei wieder Kind. Sei ausgelassen und tobe mit deinen Kindern herum, rutsche mit ihnen die große Wasserrutsche herunter, tanze albern oder kugel dich einen Schneeberg herunter. Egal was, trau dich und gönn dir und deinen Kindern Freude. Versuche, wenigstens für ein paar Minuten alle Sorgen aus deinem Kopf zu verbannen und sei ganz im Hier und Jetzt.

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